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Was sind Gleitlager

Was sind Gleitlager

Definition, Aufbau, Funktionsprinzip und Einsatz im Überblick

Gleitlager von DEINHAMMER stehen für zuverlässige Funktion, robuste Auslegung und hohe Anpassungsfähigkeit. Sie sind für unterschiedlichste Belastungen und Umgebungsbedingungen ausgelegt, in zahlreichen Abmessungen verfügbar und können je nach Anwendung mit abgestimmten Werkstoffen oder individuellen Geometrien ausgeführt werden – wartungsarm, langlebig und präzise im industriellen Einsatz.

Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über alle weiterführenden Informationsseiten zu den Gleitlagern von DEINHAMMER geben.

Was sind Gleitlager?

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Gleitlager übertragen Kräfte zwischen Welle und Lagergehäuse durch Gleitbewegung anstatt über rollende Elemente. Je nach Art der Schmierung unterscheidet man drei Hauptprinzipien: hydrostatisch, hydrodynamisch und trockenlaufend. Die Wahl hängt u. a. von Drehzahl, Last, Schmiermedium und Werkstoffpaarung ab. Bei Deinhammer kommen häufig wartungsfreie Hochleistungskunststoffe (ZEDEX, z. B. ZX-410/ZX-530) zum Einsatz, die selbstschmierende Eigenschaften bieten.

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Wir helfen Ihnen, das für Sie passende System zu finden und erstellen ein individuelles Angebot für Ihre Anforderungen.

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office@deinhammer.at

Aufbau und Funktionsprinzip

Für jede Anwendung das passende Gleitlager

  • Hydrostatische Gleitlager – Präzision durch externen Druck
    Beim hydrostatischen Prinzip erzeugt eine externe Druckquelle (z. B. Pumpe) einen permanenten Schmierfilm zwischen Welle und Buchse. Dadurch bleiben die Reibpartner auch im Stillstand berührungslos; Anfahr- und Auslaufreibung entfallen, Stick-Slip wird vermieden und Positioniergenauigkeiten bis in den Sub-Mikrometerbereich sind möglich. Typische Einsatzfelder: Messmaschinen, Werkzeugmaschinenspindeln, Turbinen/Generatoren. Nachteile sind Aufwand und Abhängigkeit von der Druckversorgung (ggf. Notversorgung/Accu).

 

  • Hydrodynamische Gleitlager – der selbsttragende Schmierfilm
    Beim hydrodynamischen Prinzip bildet sich durch die Relativbewegung der Welle ein keilförmiger Ölfilm (Schmierkeil). Im stationären Betrieb trennt der Flüssigkeitsfilm die Oberflächen vollständig; beim Anfahren/Abbremsen tritt jedoch unvermeidlich Mischreibung auf. Die Stribeck-Kurve beschreibt den Übergang von Haft- über Misch- zu Flüssigkeitsreibung und erklärt, warum die Werkstoffpaarung mit guten Notlaufeigenschaften entscheidend ist. In dieser Mischreibungsphase bewähren sich ZEDEX-Polymere (z. B. ZX-410, ZX-530) durch trocknenotlaufstabile, verschleißarme Eigenschaften. Typische Anwendungen: Pumpen/Turbinen, große Elektromotoren, Antriebe im Maschinenbau, Automotive.

 

  • Trockenlaufende Gleitlager – wartungsfreie Kunststofflösungen
    Beim Trockenlauf gibt es keine flüssige Schmierung; Reibung und Verschleiß werden von Werkstoff und Oberflächen bestimmt. Moderne Kunststofflager basieren auf selbstschmierenden Compounds mit eingebetteten Festschmierstoffen, die unter Betrieb dosiert an die Oberfläche gelangen. Vorteile: Wartungsfreiheit, sauberer Betrieb (keine Öl-/Fettemission), Korrosionsbeständigkeit, Eignung für Staub/Schmutz, Wasser und viele Chemikalien. Zusätzlich wirken Kunststoffe oft schwingungs- und geräuschdämpfend.

Auswahlkriterien und Auslegung

  • Betriebszustand: Berührungslos (hydrostatisch), nahezu berührungslos im Dauerlauf mit Mischreibung beim Start/Stopp (hydrodynamisch), direkter Kontakt mit selbstschmierenden Werkstoffen (Trockenlauf).
  • Drehzahl/Last: Hydrodynamische Lager sind Standard für hohe Drehzahlen im Dauerbetrieb; hydrostatische Lager tragen höchste Präzision/Lasten; Trockenlauf eignet sich für wechselnde Bewegungen, verschmutzte Umgebungen und Medienkontakt.
  • Werkstoffwahl: Für Mischreibungsphasen und Filmabriss sind ZEDEX-Materialien (z. B. ZX-410/ZX-530) vorteilhaft, da sie Notlauf ohne Fressschäden ermöglichen.
  • Peripherie/Wartung: Hydrostatisch erfordert Pumpe, Leitungen, Regelung; hydrodynamisch benötigt Ölkreislauf; Trockenlauf ist wartungsfrei.

Reibungs- und Verschleißverhalten (Stribeck-Kontext)
Die Reibungszahl μ sinkt mit zunehmender Gleitgeschwindigkeit vom Bereich der Haft- über die Misch- in die Flüssigkeitsreibung. Konstruktiv heißt das: Start/Stopp-Zyklen und niedrige Geschwindigkeiten sind kritisch – hier zahlt sich eine gleitmodifizierte Kunststoffbuchse mit guten pv-Grenzen aus.

Praxisbezug: Zedex-Werkstoffe in Gleitlagern

In der Praxis werden bei Deinhammer ZEDEX-Gleitlagerbuchsen eingesetzt, etwa ZX-410 (präzise, hohe Flächenpressungen, pv-stark) und ZX-530 (chemikalienbeständig, höherer Temperaturbereich). Beide erlauben trockenlaufstabile Übergänge durch Mischreibung, mindern Anfahrverschleiß und reduzieren Fressgefahr gegenüber metallischen Paarungen.

Gleitlager – Wissenswertes

Weitere Informationen zu Deinhammer Gleitlager im Überblick