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Gleitlager – Aufbau und Grundprinzip

Gleitlager – Aufbau und Grundprinzip

Die wartungsfreien DEINHAMMER-Gleitlager gibt es nicht nur in allen gängigen Durchmessern, sondern auf Wunsch auch mit Sonderfunktionen und in verschiedensten Sonderkonfigurationen.
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Befestigungsschraube
Die Schiene wird mit Normschrauben aus Stahl oder Edelstahl befestigt.
Führungsschiene
Standardausführungen sind eloxierte bzw. hartanodisierte Aluminiumschienen. Stahlschienen, blank gezogen oder geschliffensind auch möglich.
Gleitelemente
Gleitführungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie grundsätzlich mit Gleitelementen aus beliebigen Werkstoffen bestückt werden können. In der Standardausführung werden die Hochleistungskunststoffe ZX100K und ZX530 verwendet.
Justierschrauben
Mithilfe der Justierschrauben wird das Führungspspiel des Schilittens eingestellt. Alle Schrauben sind aus Edelstahl
Schlittenkörper
besteht in der Standardausführung aus hochfestem Aluminium. Seitliche Schlitze ermöglichen das Verkippen der Aufnahmen für die Gleitelemente für die Spieleinstellung. Die Ausführung in Stahl oder Edelstahl ist auch möglich.

Hochleistungsfähige Gleitlager

„Hochleistungsfähig“ bedeutet Eignung für einen Temperaturbereich von frostigen -50 ºC bis heißen + 250 ºC sowie für Nass- und Trockenlauf. Das Spritzgussverfahren erlaubt uns eine große Bandbreite an Variationen von Funktion und Form.

Was die Oberfläche betrifft, gibt es grundsätzlich zwei Typen von DEINHAMMER Gleitlager: Solche mit glatter und solche mit Nutenstruktur. Mit einer Nutenstruktur sind Lager bestens für die Arbeit unter Wasser – sprich: in flüssigen Medien – gerüstet. Zum Beispiel um Lager und Welle in trüben Gewässern vor Schmutzpartikeln zu schützen, die Abrieb oder Beschädigungen verursachen können. Die Nutenstruktur sorgt für die Abfuhr dieser Partikel. Bei der Schmierung wiederum kann die Nutenstruktur zum Verteilen zusätzlicher Schmiermittel für die Welle genutzt werden.

Die Kombination von Kunststoffbuchse mit der Welle aus Metall führt zu einem Gleitsitz, auf den man sich auch ohne weitere Schmierung verlassen kann. Dass Kunststoffbuchsen preiswert sind, ändert nichts an ihrer hohen Maßgenauigkeit. Die Zuverlässigkeit des Gleitsitz beruht maßgeblich auf der Unterschiedlichkeit des Materials von Buchse und Welle.

Extreme Umgebungen

Doppelte Kraft: Kunststoff & Metall

Präzise Maschinenbauteile mit Gleit- oder Führungsflächen aus Hochleistungskunststoff lassen sich besonders effizient mit Verbundteilen aus Stahl-Kunststoff realisieren. In diesen Verbundteilen übernimmt der Trägerkörper aus Stahl die Aufnahme der Kräfte von außen, um sie über eine größere Fläche verteilt in den Kunststoffteil einzuleiten. Da Kunststoffteile in solchen Konstruktionen prinzipiell dünnwandig ausgeführt sind, hält sich die Wärmeausdehnung in engen Grenzen.

Einpressen

Die Verbindungsmethode des Einpressens ist bei der Herstellung von Rundführungen gängig. Dabei wird eine Gleitbuchse in eine fertig bearbeitete Stahlhülse eingepresst. Die Endarbeitung des Kunststoffteiles erfolgt nach dem Einpressen, was eine hohe Genauigkeit und Rundheit gewährleistet.

Verkleben

Werden Metall und Kunststoff durch Verkleben verbunden, braucht es zunächst einen vorbearbeiteten Stahlrohling, in den der Kunststoffteil eingeklebt wird. Anschließend wird die Außenkontur des Stahlteils so endbearbeitet, dass sie als Einspannfläche für die Bearbeitung der Innenkontur aus Hochleistungskunststoff dient. So lassen sich exakte Toleranzen erreichen und Summenfehler vermeiden.

Gleitlagerarten

Umgebungsmedien und Schmiermittel der Gleitlager

DEINHAMMER Gleitlager sind für den Trockenlauf konzipiert und benötigen keine Schmierung. Ist dennoch Schmierung mit normalen Schmiermitteln vorhanden, so ist dies in der Regel der Funktionalität des Systems nicht abträglich. Eine Einmalschmierung zu Beginn verringert normalerweise den Einlaufverschleiß und erhöht damit die Lebensdauer. Bestimmte Sonderschmiermittel wie MoS2 oder ähnliche, welche metallische Plättchen bilden, sind nicht empfehlenswert, da sie zu verstärktem Verschleiß führen können. Andere Medien wie Wasser, Reinigungsmittel oder Emulsionen sind bei entsprechender Auslegung unbedenklich.

Weiterführende Beiträge zu den Gleitführungen

Was sind Gleitführungen?

Im Vergleich zu Kugelumlaufführungen werden Gleitführungen nicht durch Wälzkörpern (z.B. Kugeln) getrennt. Gleitführungen setzen sich aus einem Schlittenkörper, Gleitelementen und Führungsschienen zusammen.

Vorteile Gleitführungen

Lineare Gleitführungen haben in der Anwendung deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Linearführungen mit Kugelumlaufführung. Nicht nur preislich sind sie den Kugelumlaufführungen einen Schritt voraus, sondern auch ihre Lebensdauer unter ständiger, starker Belastung und ihre Standhaftigkeit machen sie zu Vorreitern.

Arten und Eigenschaften von Gleitführungen

Zur Auswahl stehen je nach Bedarf verschiedene Modelle der Standartgleitführungen und der Sondergleitführungen. DEINHAMMER führt in seinem Sortiment Standartgleitführungen DKLF0 bis DKLF4 sowie auch DKLFP die sich jeweils in der Größe und Belastbarkeit des jeweiligen Gleitsystems unterscheiden.

Rundführungen

Wird bei Gleitsystemen eine Rundführung mit Gleitlager verwendet, erleichtert dies die Anwendung erheblich. Nicht nur kann die DEINHAMMER Rundführung mit einem Gleitlager sowohl bei extremen Bedingungen wie zum Beispiel niedrigen oder hohen Temperaturen, Vibrationen und Stöße als auch Schmutz angewendet werden, sondern ist auf langfristige Sicht auch kostengünstiger.

Anwendungsbereiche der Linearführungen

DEINHAMMER Linearführungen können in allen Industriebranchen angewendet werden. Sowohl im Fahrzeugbau, in der Holzbearbeitung, im Maschinenbau oder auch im Stahlwasserbau sowie auch in sämtlichen anderen Branchen werden DEINHAMMER Linearführungen angewendet.