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Hitzebeständige Kunststoffe

Hitzebeständige Kunststoffe

Temperaturbeständige Kunststoffe bis 550 °C

Hochleistungskunststoffe zeichnen sich durch die besondere Eigenschaft aus, dass sie Arbeitstemperaturen über 150 °C standhalten können. Im Vergleich zu anderen Kunststoffen können hitzebeständige Kunststoffe bei hohen Temperaturen dauerhaft eingesetzt werden.

Das Verhalten von Polymeren ist allgemein stark von der Temperatur abhängig. So können bereits geringe Änderungen der Temperatur zu deutlichen Änderungen in den mechanischen Eigenschaften führen, wie zum Beispiel Farbveränderung, Versprödung bis hin zur völligen Zerstörung. Bis zur sogenannten Glasübergangstemperatur sind die Änderungen dieser Eigenschaften allerdings relativ gering. Der Schmelzpunkt von Kunststoffen variiert jedoch von Typ zu Typ. Wenn Polymere oberhalb ihrer Glasübergangstemperatur verwendet werden, müssen deshalb bei der Materialauswahl bestimmte Eigenschaftsänderungen berücksichtigt werden.

Beispielsweise kann der Kunststofftyp ZX-530 unter der Dauerbelastung von 240 °C und auch kurzzeitig bei 260 °C arbeiten. Der Hochleistungskunststoff ZX-324V11T hält sogar dauerhaft Temperaturen von bis +250 °C stand. Einer der bei DEINHAMMER erhältlichen temperaturbeständigen Kunststoffe, INKUTHERM-3245, hält bei sauerstoffreduzierter Atmosphäre sogar bis zu +550 °C stand und ist somit der Spitzenreiter im Sortiment.

Solche hitzebeständigen Kunststoffe können nicht nur bei extrem hohen Temperaturen eingesetzt werden, sondern auch bei niedrigen Temperaturen bis zu -100 °C. Hochleistungskunststoffe besitzen zudem eine gute elektrische und thermische Isolationsfähigkeit. Sie sind Bieg- und Druckfest und haben somit eine mechanische Festigkeit. Zusätzlich zählen zu ihren Eigenschaften, dass sie besonders verschleißfest sind und kaum Flüssigkeiten aufnehmen.

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Wichtige Begriffe zum Thema:

  • Glasübergangstemperatur Tg: Die Glasübergangstemperatur ist der Punkt, an dem amorphe Polymere ihre Festigkeit verlieren. Bei dieser Temperatur nehmen die mechanischen Eigenschaften der Polymere stark ab. Wenn die Temperatur für teilkristalline Polymere weiter ansteigt, lösen sich auch die kristallinen Bereiche und die Eigenschaften nimmt drastisch ab.
  • Dauergebrauchstemperatur RTI: Der Relative Thermische Index (RTI) ist entscheidend für die thermisch-oxidative Stabilisierung eines Kunststoffs. Wenn dieser Wert überschritten wird, erfährt der Kunststoff deutliche Veränderungen einiger Eigenschaften wie Farbänderungen, Härteveränderungen und bis hin zur vollständigen Zerstörung.
  • Kurzzeittemperatur: Diese Temperatur kann für eine kurze Zeit zugelassen werden, jedoch beginnt das Material wahrscheinlich, seine Eigenschaften zu verändern. Die Dauer hängt von den Betriebsbedingungen (z. B. Atmosphäre) ab und kann von 3 bis maximal 100 Stunden variieren.
  • Schmelztemperatur Tm: Dies ist die höchste Temperatur im Schmelzbereich, bei der auch die größten und besten Kristalle schmelzen. Ein Phasenwechsel erster Ordnung findet statt, bei dem die Substanz von fest auf flüssig wechselt.

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